Mandate: bei der Kärntner Landtagswahl werden
36
Abgeordnete gewählt. Diese sind dann 5 Jahre im Amt.
Jeder Wähler hat 2 Stimmen: Eine Vorwahlstimme,
die entscheidet, wer am Stimmzettel steht und ein Wahlstimme, die entscheidet
wer gewählt ist.
Parteien am Stimmzettel stehen 10 Parteien:
landesweit : FPK, SPÖ,
ÖVP,
Grüne,
Team
Stronach, BZÖ,
LPÖ,
Piratenpartei,
ASOK,
in Wahlkreis 1, 2, 3 (also nicht in Spittal, Feldkirchen, Hermagor):
Liste
Stark
nicht am Stimmzettel: FPÖ,
EU-Austrittspartei,
KPÖ,
Christen,
Männerpartei,
Siehe => Parteien in
Kärnten
Wahltermin
der Kärntner Landtagswahl: 3. März 2013
Landeshauptmann Dörfler hat dieses Datum am 21. August 2012 unverbindlich
bekannt gegeben.
Fristen:
Er nannte auch die entsprechenden Fristenläufe, nämlich die
Auflösung des Landtages zwischen 3. und 20. Dezember 2012 und die
Ausschreibung der Wahl durch die Landesregierung ebenfalls noch im Dezember
2012. Stichtag wäre der 1. Jänner 2013, die Landeswahlbehörde
müsste sich am 22. Jänner 2013 konstituieren und die Frist zur
Einbringung von Wahlvorschlägen würde am 25. Jänner 2013
enden.
Gründe für die vorgezogene Neuwahl in Kärnten:
Grund ist der Korruptionssumpf und die nachgewiesene Parteienfinanzierung
von der ÖVP. Steuerberater Birnbacher legte ein Geständnis
ab. BZÖ und ÖVP sollten über ihn je 4 Millionen Euro bekommen.
Birnbacher selbst erhielt vorher einen 12 Millionen Euro Auftrag vom Land
Kärnten. Tatsächlich hat Birnbacher aber nur 100.000 Euro an
die ÖVP übergeben. (Den Rest hat er also entweder behalten oder
über andere Kanäle weiterleitet.) Der Landesparteiobmann der
ÖVP, Josef Martinz, ist bereits zurückgetreten und ist
aus der ÖVP ausgetreten. Sein Nachfolger ist Herr Gabriel Obernosterer.
Auch das BZÖ sollte vereinbarter Weise 4 Millionen Euro kassieren,
aufgrund des Todes von Jörg Haider kam des aber nicht dazu.
Die Vorverlegung der Kärntner Landtagswahl ist zwar noch nicht
fix, wird aber immer wahrscheinlicher. Die Mehrheit im Kärntner Landtag
ist dafür; FPK dagegen und kann dies durch permanenten Auszug aus
dem Landtag verhindern, da das FPK mehr als 1/3 der Abgeordneten stellt.)
Die Kärntner Landtagswahl findet spätestens im März
2014 statt.
Mittlerweile gibt es aber auch bei der SPÖ gröbere Turbulenzen:
* Der Spittaler Bürgermeister Gerhard Köfer (SPÖ)
ist Mitte August 2012 zur neuen Partei von Frank Stronach gewechselt. Er
hat auch ein Nationalratsmandat und kann mit zwei anderen Nationalräten
für Frank Stronach die Kandidatur bei der Nationalratswahl ermöglichen.
Wieviele Parteifreunde er aus der SPÖ mitnimmt ist ein heißes
Thema, aber bis dato ungewiß.
* Die SPÖ stimmte für eine rasche Auslieferung des Kärntner
SPÖ-Landtagsklubobmanns Reinhart Rohr im Zusammenhang
mit der sogenannten "TopTeam"- Affäre. FPK und ÖVP werfen Rohr
illegale Parteienfinanzierung vor.
* SPÖ- Landeschef Peter Kaiser sprach sich im Ö1-Mittagsjournal
am 11. August 2012 zukünftige für eine "ordentlichen Parteienförderung"
aus, die aus Steuerzahlergeld kommen soll. Im Jahr 2009 erhöhten sich
BZÖ-SPÖ-ÖVP-Grüne die Parteienfinanzierung aus Steuergeld
um 50%. Die Kärntner Bevölkerung wurde dazu nicht befragt, ob
sie das auch bezahlen will. Die "ordentliche Parteienfinanzierung" klingt
für viele Ohren ganz nach Jörg Haiders "ordentlicher Beschäftigungspolitik",
aber das ist eine andere Geschichte.
Unterstützungserklärungen durch die Wahlberechtigten:
2.1.
- 24.1.2013 (= Eintragungsfrist)
Einreichung durch die jeweilige Partei bis spätestens 25.1.2012
13 Uhr bei der zuständigen Behörde. Dabei sind auch die Wahlvorschläge
bis spätestens 25. Jänner 2013 einzubringen.
Voraussetzungen für neue Parteien: 100 Unterstützungserklärungen
je Wahlkreis in Kärnten. Diese müssen in den Eintragungswochen
(vermutlich Jänner 2013) am zuständigen Gemeindeamt bzw Magistrat
abgegeben werden.
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Meldungen:
15.2.2013: Humaninstitut: Meinungsumfrage zur Kärntens Landtagswahl
FPK 29%, SPÖ 27%, TEAM STRONACH 17%, BZÖ 10%, ÖVP 9%,
GRÜNE 8%
Mehr Infos => Meinungsumfrage Kärnten-Wahl
2013
5.1.2012 BZÖ hat Unterstützungserklärungen gesammelt
und tritt in Kärnten an!
"Das BZÖ hat binnen zwei Tagen weit mehr als die die nötigen
400 Unterstützungserklärungen für die Kärntner Landtagswahl
gesammelt und wird diese am Montag in Klagenfurt einreichen. ... Ich danke
den hunderten Kärntnerinnen und Kärntnern die mit ihrer persönlichen
Unterschrift unsere Kandidatur ermöglicht haben, nachdem dies
durch den Verrat der FPK Führung unter Scheuch und Dörfler und
den damit
erfolgten Mandatsraub notwendig geworden ist", gab der Kärntner
BZÖ-Bündnisobmann und designierte Spitzenkandidat Josef Bucher
heute
bekannt. Rückfragehinweis: BZÖ Kärnten
- Pressestelle
2.1.2013: Das BZÖ will bei der Kärntner Landtagswahl antreten:
Das BZÖ startet heute die Sammlung von Unterstützungserklärungen
für die Kandidatur bei der Kärntner Landtagswahl am 3. März
2013. Das gab BZÖ-Bündnisobmann Josef Bucher im Rahmen einer
Pressekonferenz in Klagenfurt bekannt. "Wir beginnen heute kärntenweit
mit Bürgergesprächen und Standlaktionen, wo wir um Unterstützungserklärungen
werben. Wir müssen Unterschriften sammeln, weil sich im Jahr 2009
die Gebrüder Scheuch und Landeshauptmann Dörfler abgespalten
und der Strache-FPÖ angeschlossen haben. Sie haben die BZÖ-Wähler
von 2009 an Strache verkauft. In Wahrheit regiert mit er FPK heute in Kärnten
eine Partei, die gar nie gewählt wurde. Wir gehen den ehrlichen und
anständigen Weg und sind den BZÖ-Wählern treu geblieben.
Die Kärntnerinnen und Kärntner haben am 3. März die Wahl
zwischen den blauen Kärnten-Verrätern und den Kärnten-Vertretern,
wie wir es sind", so Bucher.
Anmerkung der Red.: Vielleicht sollte das BZÖ sagen, dass
es nur durch eine Abspaltung von der FPÖ ins österreichische
Parlament kam und nicht durch eine Volkswahl. Das gleiche ist eben umgekehrt
in Kärnten passiert. Darüber sollte sich das BZÖ eigentlich
nicht aufregen.
| Impressum: www.kaernten-wahl.at |